Junge Unternehmer - Business@school 2010/2011

Auch im Schuljahr 2010/2011 findet wieder der Seminarkurs Wirtschaft statt. Am Freitag, dem 26. 11. 2010, fand für die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 1 die 1. Präsentation statt. Im Rahmen des von der BostonConsultingGroup initiierten und von Heidenheimer Unternehmen unterstützten Kurses hatten die Schüler die Aufgabe, ein börsennotiertes Unternehmen zu untersuchen und ihre Ergebnisse einer Fachjury zu präsentieren.

Jury der 1. Runde

 

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Johannes Bock, Maike Schäble, Valentin Goldberg, Nathalie Weiszhar, Philipp Baumgartl und Louis Haenschke beschäftigten sich mit der Porsche Holding. Sie stellten sich die Frage, ob der geplante Zusammenschluss von Porsche und VW sinnvoll ist, was sind die Vor- und Nachteile?
Als Vorteil sehen sie das Synergiepotential bei Entwicklung, Fertigung, Vermarktung, Einkauf und Service. Es könnte jedoch die Differenzierung verloren gehen und zu einem Markenkannibalismus kommen.
Schwächen sind, dass die Autos zwar exklusiv sind, aber einen ziemlich hohen Schadstoffausstoß haben, die Montage in Deutschland teuer ist und es zu einem Imageschaden wegen der misslungenen Volkswagen-Übernahme kommen könnte.
Die Stärke von Porsche ist, dass es qualitativ hochwertige Automobile herstellt, die wenig gekauft werden (Exklusivität), die Autos hauptsächlich in Deutschland endmontiert werden und Porsche der führende Hersteller von Sportwagen ist.


Die Gruppe untersuchte die Frage, ob das Congress Centrum sinnvoll für die Stadt Heidenheim ist.
Die Congress und Event Heidenheim GmbH betreibt das Konzerthaus, das Congress Centrum und den Lokschuppen. Eigentümer sind zu 99,5% die Stadt Heidenheim und zu 0,55 der Sängerclub Heidenheim.
Die Kunden sind vor allem Eventagenturen. die Leistung variiert von Kunde zu Kunde. Trotz kleinerem Einzugsgebiet kann das CC mit seinen Wettbewerbern gut mithalten.
Das Defizit ist seit Beginn kleiner als erwartet. Die Attraktivität der Stadt wird durch das CC erhöht, ebenso die Geschäftstätigkeit. Dadurch werden neue Arbeitsstellen geschaffen.
Die Stärken liegen vor allem in der Zusammenarbeit mit dem Schlosshotel und den unterschiedlichsten Events. Chancen sieht man in der Steigerung der Attraktivität für Heidenheim und in größeren Veranstaltungen, für die es bisher keinen Raum gab.
Schwächen bestehen vor allem in der Abhängigkeit von der Stadt Heidenheim. Gefahr könnte durch Kannibalismus zwischen den eizelnen Häusern drohen.


In der dritten Runde erfand die Gruppe einen Schirm, der mit Sensoren für Sonne, Wind und Regen ausgestattet ist. Je nach Wetterlage geht er automatisch auf oder zu.
Er wird durch Sonnenkraft anhand einer Solarzelle betrieben und ist
so konzipiert, dass die Personen unter dem Schirm sitzen bleiben können. Es handelt sich um ein innovatives Produkt in einem sonst konservativen Markt und ist vor allem für die Gastronomiebranche gedacht.
Er bietet mehr Komfort, schnelle Reaktion auf veränderte Wetterbedingungen sowie Zeit- und Geldersparnis für den Kunden.
Die Kosten dürften bei 600 Euro liegen.


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Ines Werner, Bernhard Strack, Marc Lessner, Stephanie Pudel, Antonia Meiritz und Heike Rau stellten sich die Frage, was Continental so attraktiv für Schaeffler macht.
Continental wurde 2008 von der Schaeffler Group übernommen. Continental setzt sich aus der Automotive Gruppe und der Reifen Gruppe zusammen.
Die Strategie von Continental ist: Auslegung auf Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen entlang der Megatrends der Automobilbranche und Erwirtschaftung von 40% des Umsatzes außerhalb der Automobilindustrie.
Continental hat 2007 VDO übernommen und dabei die Werthaltigkeit von VDO rasant überschätzt. Dadurch geriet es in die roten Zahlen und Schaeffler in Schieflage. Steigende Zinsen könnten das Problem noch verstärken.
Die Stärke von Continental ist, dass es sehr innovativ und breit aufgestellt ist. Es ist einer der weltgrößten Zulieferer der Automobilindustrie


Macht es Sinn, nach 90 Jahren der Tradition treuzubleiben?
Die Herrenmodefirma Hail besteht schon in der 3. Generation. Sie verkauft hochwertige Marken-Herrenbekleidung in den Bereichen Business, Freizeit und Festtagskleidung. Es handelt sich um das größte Fachgeschäft dieser Art in Heidenheim. Es baut auf Tradition, persönlichen Kontakt und kompetente Beratung. Es hat ca. 70% Stammkundschaft und ca. 30% Laufkundschaft. Mehr als 2/3 der Kunden sind älter als 45 Jahre.
Der Ankauf der Ware erfolgt beim Produkthersteller selbst, wobei Hail ca. 15 Hauptlieferanten hat. Im Lager befindet sich nur die bereits angelieferte Mode für die kommende Saison. Die auslaufende Mode wird so weit heruntergesetzt, bis sie komplett verkauft ist. Sie wird also nicht mehr eingelagert.
Die Stärken von Hail liegen im guten Service und der hohen Qualität.
Chancen werden in einer Erweiterung, z. B. über das Internet, und im Erschliessen neuer Kundengruppen gesehen.


Die Gruppe dachte bei ihrer Erfindung an all die, die schon einmal über einen Türstopper gestolpert sind: Sie erfanden einen Türstopper, der in den Boden eingelassen ist und mit Magnet funktioniert.
Im Innern des Türblatts befindet sich ein Magnet, der mit Metallscheiben im Boden in Kontakt tritt. Durch Drücken der Türklinke wird der Magnet wieder gelöst.
Der Vorteil dieses Türstoppers: Kein Stolpern mehr, Tür und Wand werden geschont und es gibt variable Haltepositionen.
Kunden werden Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sein. Kunden, die Anspruch auf gehobene Ausstattung, gutes Design und intelligente Funktion legen. Kunden, dei bereit sind, für ExKlusivität einen höheren Preis zu bezahlen.
In der Zukunft soll das System auf Fenster und Schränke erweitert werden.


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Neslihan Güven, Johanna Meinel, Tim Raffin, Anna-Lea Müller,
Julia Kling und Annika Wöhrle stellten sich die Frage, ob 25 Jahre Erfahrung im Windgeschäft reichen, um erfolgreich zu sein.
Nordex SE wurde 1985 in Dänemark gegründet und übersiedelte 1992 nach Rostock. Seine Kernkompetenzen sind Windenergieanlagen an Land, die technische Gesamtauslegung und Wartung und Service.
Seit 2006 werden Großturbinen in China gefertigt, seit 2007 auch Rotorblätter. 2009 wurde ein Werk in den USA gebaut.
Nordex hat folgende Strategie: Steigerung der Profitabilität, Investition in Entwicklung und Forschung, Wachstum, Internationalisierung und Export.
Die Stärken von Nordex sind 25 Jahre Erfahrung, die umfangreichsten 90m Rotoren und hohe liquide Mittel.
Seine Schwächen sind das Fehlen eines Scaleneffekts, die späte Internationalisierung, dass es nur 2,5 MW Anlagen herstellt und der späte Einstieg in das Segment Offshore (erst 2015).
Ein Risiko stellt der höhere Wettbewerbsdruck durch den chinesischen Markt dar.


Die AGM-Gruppe hat eine starke Stellung im regionalen Automarkt und ist in Heidenheim Marktführer. Die Firma wurde 1996 in Heidenheim gegründet und hat inzwischen 3 weitere Standorte in Ulm Aalen und Schwäbisch Gmünd. Neben dem Austausch von Autoscheiben werden auch kleinere Reparaturen gemacht, Autofolien und Rollos angebracht sowie eine AGM-Akademie zur Schulung angeboten.
Die Stärken liegen in der breiten Kundenstruktur, der Innovationsfreudigkeit, der regionalen Verbundenheit, der hohen Qualität und der kurzen Reparaturzeiten.
Risiken bestehen durch Wettbewerber, die jetzt auch in kleinere Städte vordringen und durch die Tatsache, dass Versicherer vermehrt große Verträge ohne Glasschutzversicherung anbieten, außerdem verbessert sich das Material der Scheiben.
Die Gruppe empfiehlt mehr Werbung und offensiveres Vorgehen, das Abdecken von breiteren Massen und eine spezielle Werbung für die neuen Geschäftsfelder.


Wie leicht passiert es, dass im Kino der gerade gekaufte Snack herunter fällt, da es keine Ablagemöglichkeit dafür gibt. Diese Gruppe löste das Problem in der dritten Runde.
Sie erfand holdit, die dritte Hand, den portablen Popcornhalter für alle Kinositze. Ein Brett aus Thermoplast mit einer großen Öffnung in der Mitte und einem daran befestigten Stoffband kann über angebrachte Füße am Kinositz befestigt werden. Der Snackbehälter wird in die Öffnung gestellt und durch das Stoffband gehalten. Holdit wird beim Kauf des Snacks ausgeliehen und nach dem Ende des Films wieder zurück gegeben.
36,7% der befragten Kinos zeigten bei einem Preis von 7,70 Euro Kaufinteresse.
Die Gruppe sieht für ihr Produkt gute Chancen, da der Bequemlichkeitsfaktor steigt, das Gerät portabel ist, sich leicht reinigen lässt und an jeden Sitz angepasst werden kann.
Gefahren werden im evtl. Rückgang des Kinomarktes gesehen.


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Anja Dobski, Katja Pfefferle, Jonathan Junginger, Janina Czech, Patricia Jäger, Veronika Haberkorn: Ist Südzucker im Wandel vom Zuckerkonzern zum Bioethanolproduzenten?
Südzucker verfolgt die Strategie mit den Geschäftsfeldern Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht mehrere Standbeine zu schaffen. Der Konzern kann trotz der Regulierung des Zuckermarktes stabile Gewinne erzielen.
2005 wurde mit der Produktion von Bioethanol begonnen. Es ist einer der führenden europäischen Hersteller.
Zu den Stärken gehört, dass die Vielseitigkeit der alltäglichen Produkte viele Kunden hat. Chancen werden in den Erneuerbaren – Energie-Richtlinien gesehen.
Es besteht jedoch politische Abhängigkeit. Risiken sind die Abhängigkeit von Witterungsverhältnissen und die
Rufschädigung durch angebliche Absprache mit Konkurrenten.


In der zweiten Runde untersuchte die Gruppe die Firma Junginger und Partner. Sie stellten sich dabei die Frage, durch welche Stärken das Unternehmen im schrumpfenden Markt bestehen kann.
Junginger und Partner betreiben Stadtplanung, Gebäudesanierung , Energieberatung, Straßenbauplanung, Tiefbauplanung, Vermessung, Geoinformation und Bauleitung. Ihre Hauptarbeitsgeber sind die Kommunen. Ihre Konkurrenten haben teilweise andere Geschäftsfelder.
Ihre Stärken sind die Kundentreue, ihre Flexibilität und Schnelligkeit. Risiken bestehen durch den schrumpfenden Markt und Etat der Kommunen. Chancen sieht man durch den Ausbau der energetischen Beratung.


in der dritten Runde entwickelte die Gruppe “Rolleybags“als Geschäftsidee.
Rolleybags können am Fahrrad befestigt und zum Trolley umfunktioniert werden. Als Besonderheit haben sie eine Kühltasche mit Flaschentrennung. Sie werden durch Einhaken am Geäckträger befestigt. Die Deckel sind längs nach hinten aufzuklappen. Die Radachsen der Rollen sind im Inneren der Tasche. 2 Stifte ermöglichen das Abstellen der Taschen auf dem Boden.
Beim Verwenden als Trolley wird die zweite Tasche an der ersten befestigt.
Sinn der Sache ist die Entwicklung eines Produktes, um das Fahrrad transportfähiger zu machen, und zwar im Alltag, in der Freizeit, für Kuriere …
Durch gezielte Werbung in Fahrradgeschäften und auf Fahrradmessen soll die Aufmerksamkeit der Kunden gewonnen werden.
Der Preis beträgt 95 Euro, das Volumen fasst 48 l.


zuletzt bearbeitet: 28.03.2012 von ungar

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